29.07.2013

Eeendlich Ferien!

Inzwischen haben es unsere zwei Kinder fast geschafft: Auch ich zähle die Tage bis zum Ferienbeginn. Schon, damit dieses Gejammer aufhört “Oh nö, Schule ist so langweilig, Mama!” Jeden Morgen, alle beide, im ewig gleichen nörgeligen Ton, der Eltern schon um sieben in der Früh den letzten Nerv rauben kann.

Das eigentlich Schlimme daran ist für mich die Erinnerung an die letzten Ferien vor der Einschulung. Das ist jetzt zwei bzw. vier Jahre her. Da lief die Szenerie genau anders herum ab: “Oh nö Mama, ich will jetzt endlich in die Schule!” Nichts war wichtiger als der Einkauf von Heften und Stiften, der Schulranzen wurde gegen allzu neugierige Blicke des Geschwisters verteidigt, Sicherheitsabstände markiert – und respektvoll eingehalten.

Und jetzt? Fliegt der Ranzen in die Ecke und wird keines Blickes mehr gewürdigt. Nichts ist wichtiger als der Ferienkalender, die Packliste für den Urlaub, das Adressheft mit den Telefonnummern der Freunde.

Was passiert da in relativ kurzer Zeit? Die Kinder sind ja nicht weniger neugierig, sie wollen auch nicht weniger wissen. Sie lesen begeistert ihre geolino-Hefte, drehen den Globus und fragen uns Eltern immer noch Löcher in den Bauch. Warum nicht in der Schule? Auf die Frage antwortete mein Sohn kürzlich: “Dich kann ich fragen, was mich interessiert. In der Schule muss ich antworten, was die Lehrerin wissen will.” Tja, manche Analysen sind so kurz wie treffend: Schule ist offensichtlich nicht für Kinder gemacht. Zumindest nicht die Schule, die wir heute erleben.

Und so gibt es viele Gründe, sich auf den ersten Ferientag zu freuen. Ich freue mich auf den Mitmach-Abend am 31.7. mit Margarete Bause und Gästen im Alten Wirt in Moosach. Ab 19:30 sind Sie herzlich eingeladen, der Podiumsdiskussion zu folgen – und unbedingt selbst mitzumachen an den Thementischen zu kindgerechter Bildung, Chancengleichheit und Lehrer-Rolle.

Mehr Informationen finden Sie hier:

Ich freu mich auf Sie!

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